West End

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Choirs

 

Choirs

Musik, um mit dem Auto zur Küste zu fahren. Für eine Generation, welche die digitale Uhr noch am Handgelenk trägt, noch nicht bereit, erwachsen zu werden – sich aber doch zu fragen beginnt, was sie geprägt hat. Das Leipziger Pop-Quintett um den Sänger Lukas Steinbrecher kennt seine Wurzeln und geht auf Spurensuche. Mal vom Dämmerlicht berauscht, mal hoffnungsvoll und bildgewaltig. Eine Reise, begleitet von kaum verborgenem Schwermut. Sounds, die glitzern, aber ihre Patina nicht verheimlichen.

 

2011 erschien die Debüt-EP „The plain living“, auf der CHOIRS den Beweis antreten, dass Popsongs nicht austauschbar und beliebig klingen müssen, um eingängig zu sein.

 

„Filigraner und leichtfüßiger Post-Pop aus Leipzig mit einer ganzen Reihe guter Ideen. Das Gefühl der frühen Polarkreis 18, das Vertrackte der Bands des Sinnbus-Labels und die Schwerelosigkeit Bloc Partys.“ (Intro, Ausgabe 02/2012) 

 

Mit "Segments" folgte 2014 die erste Veröffentlichung in Albumlänge, mit der CHOIRS ihre Streifzüge verdichteten und sich weiter in die Fragmente der gemeinsamen Erinnerung hineinwagten. Bei der anschließenden – mittlerweile zweiten – Tour avancierte die Gruppe zu einer robusten Liveband, die den vielschichtigen Sound auch auf Bühnen darzustellen lernte.

 

„,Almost Love’ nennt sich das erste Segment dieser Platte, ein Song, der im Radiohead-Soundgewand einsteigt und sich von Wavepop und Postrock ernährt, um sich dann zu einem Popsong mit spezieller Attitude zu mausern.“ (Eclipsed, Ausgabe 01/2014)

 

Nach zweieinhalb Jahren intensiver und detailverliebter Arbeit legen Lukas Steinbrecher (Vocals), Felix Rödiger (Guitar), Christoph Legall (Guitar, Synth), Sebastian Schütze (Bass, Synth) und Jens Göb (Drums) das zweite Album vor.

West End 

 

„In a West End town a dead end world…“ (PET SHOP BOYS, „West End Girls“).

Es mag sein, dass sich hier, im West End, in der „dead end world“, all diejenigen versammeln, die nichts mehr vom Leben zu erwarten haben. Endstation Tristesse.  Aber ganz so dramatisch, wie es den Anschein hat, ist der Bezug zum aktuellen Album von CHOIRS dann doch nicht. Denn hier, im Leipziger West End, befindet sich einfach nur Studio und Proberaum der Band.  Aber, letztendlich ist doch nicht alles so einfach, wie es scheint. Denn genau zweieinhalb Jahre feilte und experimentierte die Band an dem „Segments“-Nachfolger, wobei sämtliche Aufnahmen von Bassist Sebastian Schütze in akribischer Kleinarbeit zerpflückt, neu zusammengesetzt und in Eigenregie produziert wurden. Letztendlich blieben von den Aufnahmen 15 Songs übrig, von denen es dann aber nur acht auf das Album schafften. Kurz, knapp, prägnant, alles sagend. Weil eigentlich nichts schöner ist, immer wieder am Anfang von etwas Schönem zu beginnen.

Und am Anfang steht mit „West End“ dann auch der Titelsong selbst. Tröpfelnde Sounds, eine Gitarre wie ein Relikt aus alten Dire Straits-Tagen. Und ein Meer an Synthiesounds. Die beeindruckende Experimentierfreudigkeit der Band gipfelt in Sounds und Songs, die in den ganz tiefen Moods und Melancholien der frühen 80er zu Hause sind, hier aber keine Wurzeln schlagen, sondern ein Eigenleben zu entwickeln scheinen und somit fast schon einzigartig und endemisch geraten.Endemisch für das West End. Und für CHOIRS. „Neither me nor you, is able to bring us to the back of the ocean…“ („West End“). Die noch nicht einmal so sehr gefühlte Enge der eigenen Enklave erweitert sich zu einem solchen Ozean, alles fließt und ergießt sich nach und nach in einen Pool mit unbekannter Tiefe. Tiefgreifend sind dann auch die Texte, in denen es sich um alles dreht, was wirklich wichtig ist im Leben - Zwischenmenschliches, Wünsche, Hoffnungen, persönlicher Ziele und zu überwindende Distanzen. „Do you see the stars? Can you smell the cars? Finally we should get into motion…“. Und da sind Songs wie „View“, „Moonbeams“ oder das zum Sterben sentimentale „Out Of Reach“, mit denen das Quintett um Frontmann Lukas Steinbrecher dort anfangen, wo SPANDAU BALLET mit „Gold“ und JAPAN mit „Ghost“ aufhörten. Es braucht eben manchmal nicht mehr als acht große Kleinode, handlich in Songs verpackt, welche die Vierminutenmarke nicht überschreiten, womit Single- als auch Airplay-tauglichkeit gegeben ist, um ganz großes Kino in Breitwandformat zu projizieren. „Do you know where to go, when the cold wind blows, we don´t have the foggiest notion, when the storm is over…“. Hinter dem West End geht es nicht nur weiter, hier fängt auch alles an.  

 

(Carsten Agthe, 04.04.2017)

 

INTRO / Segments

Kühler, britischer New Wave verbindet sich kongenial mit tanzbarem Indiepop der Phoenix-Schule. Hier geht es um treibende Rhythmen, melancholische Melodien, um Entrückung und die Schönheit von Perfektion. Ein außergewöhnlich elegantes Album.

Intro Magazin, Ausgabe 02/2014

eclipsed / Segments

Kühler, britischer New Wave verbindet sich kongenial mit tanzbarem Indiepop der Phoenix-Schule. Hier geht es um treibende Rhythmen, melancholische Melodien, um Entrückung und die Schönheit von Perfektion. Ein außergewöhnlich elegantes Album.

eclipsed Magazin, Ausgabe 11/2013

 

Kontakt / 

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